Kreditkarten sind aus dem heutigen Alltagsleben nicht mehr wegzudenken: Ob der Einkauf im Shopping-Center oder im Internet, an der Tankstelle oder auf Reisen – ohne Visa und Mastercard geht nichts mehr. Schon während der Studienzeit ist eine Kreditkarte deshalb unerlässlich. Studenten verfügen allerdings meist nicht über ein regelmäßiges Einkommen und fallen deshalb bei vielen Banken durchs Raster. Darüber hinaus sind hohe Jahresgebühren mit dem knapp bemessenen studentischen Budget kaum zu schultern.

Für die Zeit an der Uni sollten Studenten deshalb nach Angeboten suchen, die erstens günstig im Preis sind und zweitens kein regelmäßiges Einkommen aus einem Angestelltenverhältnis erfordern. Dennoch sollte die Kreditkarte die Teilnahme am weltweiten bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglichen und darüber hinaus zusätzliche Vorteile bieten. Dazu kann ein etwa eine optionale Teilzahlungsfunktion oder ein nützliches Versicherungspaket gehören.

Kreditkarten im Vergleich: Diese Varianten gibt es

In Deutschland sind grundsätzlich die Kreditkarten von vier verschiedenen Kartengesellschaften erhältlich: Visa, Mastercard, American Express (Amex) und Diners Club. Für Studenten kommen ausschließlich Karten von Visa und Mastercard in Frage, da Amex und DC sehr hohe Anforderungen an das regelmäßige Einkommen stellen und die Ausstellung einer Kreditkarte in der Regel ein Bruttojahresgehalt von mindestens 25.000 Euro erfordert.

Die Karten von Visa und Mastercard werden nicht von den Kartengesellschaften selbst, sondern ausschließlich von Banken herausgegeben. Diese bestimmen auch, welche Anforderungen Karteninhaber erfüllen müssen, wie viel die Kreditkarten kosten und welche Eigenschaften und Zusatzleistungen mit der Karte verbunden sind. Beide Karten können weltweit zum bargeldlosen Zahlen eingesetzt werden. Die Kartengesellschaft Visa gibt an, rund um den Globus über 20 Millionen Akzeptanzstellen zu verfügen, bei Mastercard sind es sogar 28 Millionen. Mit Kreditkarten kann darüber hinaus Bargeld an Automaten weltweit bezogen werden.

Visa und Mastercard unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf den Namen der Kartengesellschaft. Banken können die Karten als Charge-, Debit- oder Prepaid-Card ausgeben. Bei Charge-Karten werden die Umsätze gesammelt und einmal monatlich in Rechnung gestellt. Umsätze mit Debitkarten werden sofort dem angeschlossenen Girokonto belastet und Prepaid-Kreditkarten können nur eingesetzt werden, wenn sich auf dem Kartenkonto ausreichend Guthaben befindet. Eine Sonderform der Charge-Card, die auch als Kreditkarte für Studenten erhältlich ist, stellen Revolving-Cards dar: Hier können die getätigten Umsätze in Raten zurückbezahlt werden.

Studenten-Kreditkarte: Gebühren meist niedrig

Bieten Banken Kreditkarten speziell für Studenten an – verlangen sie also im Zuge der Kartenausstellung die Vorlage einer gültigen Immatrikulationsbescheinigung – fallen die Gebühren meistens sehr niedrig aus. Die Jahresgebühr beträgt selten mehr als 20 Euro und wird oft auch ganz erlassen, wenn die Kreditkarte regelmäßig eingesetzt wird.

Studenten sollten bei der Auswahl einer Kreditkarte nicht nur auf die Kosten achten. Gerade während der Zeit an der Uni ist das Budget manchmal knapp, so dass ein zusätzlicher Kreditrahmen hilfreich sein kann. Viele Banken räumen Studenten auch ohne laufende Einkünfte 1.000 bis 3.000 Euro Kreditrahmen ein, der sogar in Raten zurückbezahlt werden kann. Zwar fallen dann Zinsen an – die zusätzliche Flexibilität aber ist das wert.

Wichtig sind auch Zusatzleistungen, ohne die heute fast gar keine Kreditkarte mehr auskommt. Dabei kann es sich etwa um eine Unfallversicherung für Fahrten über die Mitfahrzentrale oder um ein Rabattprogramm für Reisebuchungen handeln. Hier ist sorgfältiges Vergleichen angesagt: Nicht jede Zusatzleistung ist für jeden sinnvoll.

Fazit: Eine Kreditkarte für Studenten ist heute kein Problem mehr. Wer jedoch in finanziellen Angelegenheiten eher unerfahren ist, sollte vor der Unterschrift unter einen Kartenvertrag etwas Recherche betreiben und sich über die vielen verschiedenen Möglichkeiten informieren.

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