Prepaid- und Debitkarten sind als Visa und Mastercard erhältlich. Debitkarten werden über ein angeschlossenes Girokonto abgerechnet – die Umsätze werden sofort bzw. binnen weniger Tage belastet. Ein zinsfreies Zahlungszielt wird nicht gewährt. Debitkarten werden häufig in Verbindung mit einem Girokonto angeboten. Sie können weltweit zum bargeldlosen Zahlen eingesetzt werden und mittels PIN ist auch das Abheben von Bargeld am Automaten kein Problem.
Prepaid-Kreditkarten sind Kreditkarten, mit denen nur dann gezahlt werden kann, wenn sich auf dem Kartenkonto ausreichend Guthaben befindet. Während des Bezahlvorgangs wird das Guthaben in Echtzeit geprüft. Reicht es nicht aus, wird die Bezahlung abgelehnt. Der Vorteil einer Prepaid-Kreditkarte liegt in der sehr großzügigen Vergabepraxis: Banken verzichten nicht nur auf einen Einkommensnachweis, sondern holen regelmäßig auch keine Schufa-Auskunft ein. Prepaid-Kreditkarten eignen sich deshalb besonders gut für Studenten, deren Zahlungshistorie nicht ganz einwandfrei ist.
Sowohl Debit- als auch Prepaid-Kreditkarten können grundsätzlich weltweit eingesetzt werden. Aufgrund der fehlenden Hochprägung bestehen aber besonders bei Prepaid-Kreditkarten Einschränkungen. Speziell im Ausland kann oft nicht mit den Karten gezahlt werden. Auch bei Autovermietern oder Hotel, die sich vorbehalten, ggf. entstehende Folgebelastungen über die Karte abzurechnen, gibt es regelmäßig Probleme mit Kreditkarten auf Guthabenbasis. Die Akzeptanz von Debitkarten ist deutlich besser, wobei auch hier nicht überall unbegrenzt gezahlt werden kann.
Prepaid-Kreditkarten: Für Studenten oft zu teuer
Der Markt für Prepaid-Kreditkarten hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Insbesondere Verbraucher mit negativem Schufaeintrag haben sich als Zielgruppe der Banken herauskristallisiert. Deshalb sind die Gebühren von Kreditkarten auf Guthabenbasis oft deutlich höher als die gewöhnlicher Karten und durchaus mit den von Gold- und Platinkarten vergleichbar.
Die durchschnittliche Jahresgebühr beträgt etwa 50 Euro, wobei die Spanne mit 30 bis 120 Euro sehr groß ist. Dazu kommen erhebliche nutzungsabhängige Entgelte. So kosten Barverfügungen am Automaten in der Regel fünf Euro.
Viele Prepaid-Kreditkarten sind mit einer zusätzlichen Girokontofunktion ausgestattet, die es ermöglicht, Überweisungen zu empfangen und Geld auf andere Konten zu überweisen. Diese Karten sind noch teurer als gewöhnliche Prepaid-Kreditkarte. Studenten, die eine gute Bonität vorweisen können bzw. nicht durch einen negativen Schufaeintrag belastet sind, sind mit anderen Produkten besser bedient.
Es kann allerdings Sinn machen, eine möglichst günstige Prepaid-Kreditkarte auch als Student zu erwerben und mit dieser ausschließlich kleinere Online-Zahlungen vorzunehmen. Diese Strategie wird von immer mehr Verbrauchern umgesetzt, weil sie es ermöglicht, den möglichen Schaden bei einem Kartenbetrug durch Datenklau auf das Guthaben zu beschränken, das sich auf dem Kreditkartenkonto befindet.
Während Prepaid-Kreditkarten nur wenige bis gar keine Zusatzleistungen bieten, finden sich bei Debitkarten durchaus attraktive Möglichkeiten. Während bei Charge-Karten Versicherungs- und Serviceleistungen dominieren, bieten Debit-Cards sehr häufig Rabattprogramme und Umsatzrückvergütungen an. Je nach Bank können entweder mit jedem Umsatz Bonuspunkte gesammelt und später gegen Sachprämien eingetauscht werden oder es wird direkt ein Rabatt (z.B. auf Tankstellenumsätze) gewährt.