Revolving-Cards sind Kreditkarten von Visa oder Mastercard, die als Charge-Card konzipiert sind und darüber hinaus eine optionale Teilzahlung bieten. Diese ermöglicht es, auf Wunsch den angefallenen Rechnungsbetrag in kleinen monatlichen Raten zu zahlen. Je nach Bank müssen pro Monat zwischen drei und fünf Prozent des offenen Saldos beglichen werden. Wer einen Kreditrahmen von 1.000 Euro besitzt und diesen voll ausschöpft, muss somit zwischen 30 und 50 Euro im Monat zahlen.

Wird ein Teilbetrag beglichen, steht er sofort nach der Gutschrift auf dem Kartenkonto wieder als Kreditrahmen zur Verfügung. Wegen dieser Eigenschaft wird der Kreditrahmen von Revolving Cards auch als „Revolvierend“ bezeichnet. Revolving Cards werden von einigen Banken auch problemlos an Studenten vergeben. Dazu ist nicht einmal ein regelmäßiges Einkommen aus einer Nebentätigkeit etc. erforderlich. Die anfänglichen Verfügungsrahmen bei Studenten-Kreditkarten sind allerdings auf etwa 1.000 bis 3.000 Euro beschränkt.

Studenten erhalten viel Flexibilität

Die Teilzahlungsfunktion bietet ein Höchstmaß an Flexibilität. Soll sie in Anspruch genommen werden, muss dazu nicht extra bei der Bank nachgefragt werden. Auf jeder Rechnung ist der gesamte offene Saldo ebenso ausgewiesen wie der Mindestbetrag, der im jeweiligen Abrechnungszeitraum bezahlt werden muss. Wird die Teilzahlungsfunktion in Anspruch genommen, fallen Zinsen an. Diese liegen im Vergleich zu anderen Kreditarten recht hoch. Die Sollzinsen werden einmal monatlich abgerechnet und dem Kartenkonto wie ein ganz gewöhnlicher Umsatz belastet.

Eine Dauerlösung sollte der Kreditrahmen der Revolving Card deshalb nicht sein. Studenten sollten vor größeren Ausgaben ganz besonders genau nachrechnen, ob sie die Belastungen durch die monatlichen Raten und die Sollzinsen auch wirklich stemmen können. Bei vielen Banken sind die Sollzinsen der Revolving Card zudem nach der Art der Verfügung gestaffelt: Die Zinsen für Barverfügungen sind oft weitaus höher die von Einkaufsumsätzen.

Die zusätzliche Flexibilität, die eine Kreditkarte für Studenten mit Ratenzahlungsfunktion bietet, kann sehr nützlich sein. So ist es beispielsweise möglich, den Nebenjob während der Prüfungsphase ruhen zu lassen und die entstehende Lücke durch den Kreditrahmen zu decken. In den Semesterferien kann dann durch zusätzliche Arbeit das Geld zur Rückzahlung der Schulden wieder verdient werden. Der Kreditrahmen kann in der Regel per Überweisung aufs Girokonto bei der Hausbank ebenso in Anspruch genommen werden wie durch Barverfügungen am Automaten oder den Einsatz der Kreditkarte im Handel.

Bei Revolving-Cards gilt noch mehr als bei anderen Kreditkarten, dass die Konditionen verschiedener Banken im Detail miteinander verglichen werden sollten. Dabei ist nicht nur die Jahresgebühr der Studenten-Kreditkarte wichtig: Auch Spesen für Barabhebungen, Überweisungen aus dem Kreditrahmen zum Girokonto der Hausbank und den Einsatz der Karte im Ausland sollten beim Kreditkarten-Vergleich berücksichtigt werden.

Impressum