Studenten sind oft knapp bei Kasse. Mit einer Kreditkarte, die Zahlungsaufschub bietet, lässt sich das Budget bequem entlasten. Charge-Cards eignen sich deshalb besonders gut als Studenten-Kreditkarte. Das Prinzip einer Charge-Card: Die Umsätze werden gesammelt und einmal monatlich nachschüssig in Rechnung gestellt.
Je nach Zeitpunkt eines Umsatzes und dem Abrechnungsintervall der Bank kann dadurch ein zinsfreies Zahlungsziel von bis zu sieben Wochen entstehen. Vorweihnachtliche Einkäufe müssen so erst im Februar tatsächlich bezahlt werden.
Charge-Cards werden über ein eigenes Konto abgerechnet. Das Girokonto bei der Hausbank kann deshalb beibehalten werden. Es finden sich allerdings auch Angebote, die eine Kreditkarte für Studenten zusammen mit einem Girokonto vorsehen. In einigen dieser Fälle werden die Kartenumsätze auch monatlich abgerechnet. Meistens handelt es sich bei diesen Angeboten jedoch um Debit- und nicht um Charge-Kreditkarten.
Mit einer Charge-Card kann – im Gegensatz zu einigen anderen Kreditkarten – weltweit bezahlt werden. Die Karten sind mit einer Hochprägung versehen und können deshalb auch an so genannten Imprintern (dahinter verbergen sich die „Ritsch-Ratsch“-Geräte) eingesetzt werden.
Sie sind weltweit akzeptiert und eignen sich deshalb für den Einsatz im Alltag ebenso wie für Online-Einkäufe und Umsätze auf Reisen. Mittels einer persönlichen Geheimzahl kann darüber hinaus an Geldautomaten mit dem Visa- bzw. Mastercard-Logo Bargeld bezogen werden.
Kreditlimit selten höher als 3.000 Euro
Studenten-Kreditkarten mit Charge-Abrechnung sind mit einem echten Kreditlimit ausgestattet. Je nach Bank beläuft sich dieses anfänglich auf 1.000 bis 3.000 Euro. Es kann jedoch im Zeitverlauf erhöht werden, wenn größere Umsätze anfallen und die Rechnungen immer pünktlich beglichen werden. Die Rechnung wird einmal monatlich zugestellt und kann per Banküberweisung ebenso wie über das Lastschriftverfahren beglichen werden.
Studenten-Kreditkarten mit monatlicher Abrechnung werden von vielen Banken angeboten. Nicht immer richten sich die Angebote explizit an studentische Kunden. Sofern kein regelmäßiges Einkommen vorausgesetzt wird, steht dem Kartenantrag aber nichts im Wege. Um an eine Charge-Karte mit Kreditrahmen zu gelangen, müssen Karteninhaber eine einwandfreie Bonität vorweisen können.
Charge-Karten sind oft mit verschiedenen nutzungsabhängigen Gebühren verbunden. Dazu gehören etwa Spesen für den Bezug von Bargeld am Automaten oder Entgelte für den Einsatz im außereuropäischen Ausland. Um hier möglichst wenig zu zahlen, sollte sorgsam verglichen werden. Insbesondere Direktbanken verzichten immer häufiger auf Gebühren für die Bargeldabhebung und den Auslandseinsatz.
Der Zahlungsaufschub einer Charge-Card ist sehr praktisch und kann während des Studiums eine wertvolle Hilfe sein. Er sollte jedoch nicht dazu verleiten, mehr Geld auszugeben, als zur Verfügung steht. Gerade Studenten in den unteren Semestern müssen sich vor Augen führen, dass auf absehbare Zeit kein größeres Einkommen zur Verfügung steht und dass Schulden deshalb kein Dauerzustand sein dürfen. Darüber hinaus kann es zu erheblichem Ärger mit der kontoführenden Bank kommen, wenn die Rechnung nicht pünktlich bezahlt wird. Einigen Mahnungen schließt sich im schlimmsten Fall die Kündigung des Kreditkartenkontos und –bei andauerndem Verzug – ein negativer Schufaeintrag an.
Fazit: Charge-Cards sind der Klassiker unter den Kreditkarten und mittlerweile auch für Studenten problemlos erhältlich. Sie bieten die bestmögliche Akzeptanz und viel zusätzliche Flexibilität. Charge-Cards sind deshalb die empfehlenswerteste Kreditkarten-Gattung überhaupt.